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Mit der Entwicklung digitaler Technologien gehen neue Bildpraxen einher, die eine aktive Rolle bei der Gestaltung von Räumen im Bereich der Virtual und Augmented Reality spielen.

Das Forschungsseminar “Imaging and Interaction – Perspectives on Mediated Realities” widmet sich aus der Perspektive der Architektur, des Films und des Computerspiels der Verschränkung von Bildlichkeit und Interaktivität und ergründet ihre Bedeutung für den Entwurf von virtuellen und physischen Räumen.

In dem disziplin- und institutsübergreifenden Projekt an der Universität der Künste Berlin, werden Gestaltungspraktiken mit Wissenschaftskulturen der Geisteswissenschaften in einem Forschungsprozess miteinander verbunden.

Ausstellung

Im Rahmen des Ausstellungsprojekts “Imaging and Interaction – Virtuelle Architekturen” werden der Öffentlichkeit Forschungsergebnisse des Seminars zur Virtual und Augmented Reality präsentiert.

Als Vernissage werden am 24.06.2017 zur Langen Nacht der Wissenschaften im dritten Lichthof der VW Bibliothek sechs Fensterflächen mit zum Teil interaktiven Videoprojektionen bespielt. Eine Virtual-Reality-Station lädt die Besucher dazu ein, selbst in virtuelle Realitäten einzutauchen.

Darüber hinaus finden an diesem Abend immersive audiovisuelle Performances statt, die den Lichthof durch Echtzeit-generierte Raum-Klang-Installationen in einen hyperrealen Erfahrungsraum verwandeln werden.

Eine weitere Ausstellung, die an die Lange Nacht der Wissenschaften anschließt, eröffnet Einblicke in die Produktionsprozesse (Making of) der im Rahmen des Forschungsseminars entstanden Projekte. In Form einer Wandzeitung werden bis zum 31.08.2017 Skizzen, Notationen und Videostills zu den Entwurfsprozessen der Projekte gezeigt.

Eine historische Einordnung der technologischen Entwicklungen begleitet die Projekte und informiert die Besucher über die frühen Forschungen zu Visualisierungspraktiken der VR und AR – insbesondere im militärischen und medizinischen Bereich.

Das Ausstellungsprojekt “Imaging and Interaction – Virtuelle Architekturen” wird unterstützt von der KKWV der UdK Berlin sowie von der TU Berlin.

Seminar

Mit der rasanten Entwicklung der Technologien stellt sich aktuell die Frage nach den theoretischen sowie praktischen Instrumentarien, mit denen die Bereiche der VR und AR erforscht werden können.

Das Seminar “Imaging and Interaction – Perspectives on Mediated Realities” bewegt sich in einem innovativen Feld und möchte einen Beitrag zur Grundlagenforschung im Bereich VR und AR leisten.

Zum einen werden Technologien analysiert, die im Bereich der VR und AR Anwendung finden. Zum anderen wird nach den Bedeutungen, die den Technologien in einzelnen ausgewählten Projekten zukommen, gefragt.

Das Forschungsseminar geht in seinem interdisziplinären Ansatz darauf ein, dass die Techniken der Produktions- und Gestaltungsprozesse disziplinübergreifend in den Bereichen Architektur, Film und Game Engineering angewendet werden.

Dabei suchen die Analysen die Bedeutung der AR- und VR-Technologien für die jeweiligen Disziplinen zu erfassen. In den wissenschaftlichen und gestalterischen Ansätzen erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Veränderung der Wahrnehmung durch VR und AR im Kontext von technologischen, sozialen, politischen und ökonomischen Entwicklungen.

Projekte

Art Dérive – Julian Netzer

Barbaric Wachstum – Mengxuan Sun

Digitale Informationsebenen im physischen Raum – Ferdinand List

Digital UDK – Can Altinsoy, Sarah Autenrieth, David Huston, Henrike Reinhold

In-Camera Proceedings – Alexander Schindler, Jack Wolf

LAAC: Life as a Construct – Kathrin Hunze

Liquid Light Chamber – Lukas Mayer

Lucid Dreaming – Hannah Greifenstein

Raumsynthesizer – Albane de la Villegeorges, Jonas Illigmann, Luise von Zimmermann

Sound Space: Experimente mit aktiven Interfaces – Fabian Schneider

UNTITLED – Floris Morlok, Lukas Schmeck

Zahir – Alice Dalgalarrondo

Lehrende

Das Forschungsseminar “Imaging and Interaction – Perspectives on Mediated Realities” ist eine Kooperation zwischen Nathalie Bredella (Institut für Geschichte und Theorie der Gestaltung) und Alexander Peterhaensel (Institut für zeitbasierte Medien).

Beide lehren und forschen an der Universität der Künste Berlin.